Winter-Tristesse

Wenn der Winter mal wieder so ausfällt, wie er das in den letzten Jahren häufiger tat, nämlich ohne sein weißes Gewand und mit vielen trüben Tagen, dann stellen viele Naturfotografen ihre Aktivitäten weitgehend ein. In der Tat drängen sich einem in den übrigen Jahreszeiten die Motive mehr auf als jetzt, was man aber durchaus auch als Herausforderung begreifen kann. Man streift wieder mit wacherem Blick durch die Natur, was einem zuweilen auch mal die Augen für scheinbar Unscheinbares öffnet. Gerade die unbelaubten Wälder haben es mir in Verbindung mit gezielter Überbelichtung derzeit angetan.

Doch auch der ein oder andere Vogel lässt sich in das chaotische-grafische Gewirr von Ästen und Baumstämmen einbinden, was einen mir nicht unwillkommenen Kontrast zu den sonst üblichen vollformatigen und freigestellten Vogel-Portraits bildet. Zugegebenermaßen bin aber auch ich wieder froh, wenn sich nun in nicht all zu ferner Zukunft der Frühling wieder einstellt und man sich den schon aus dem Boden sprießenden Frühblühern widmen kann...

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