Lünen 2016

Foto: Radomir Jakubowski
Foto: Radomir Jakubowski

Der Besuch des Internationalen Naturfotofestivals in Lünen ist für viele Naturfotografen - und ganz besonders jenen, die selber Mitglied in der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) sind - ein alljährliches Muss. Ich selber war nun schon im achten Jahr nacheinander vor Ort, dieses Mal aber in einer für mich gänzlich neuen Rolle. Auf der Bühne des Hansesaals, der knapp 800 Zuschauer fassenden Vortragsräumlichkeit, geben sich stets die Renommiertesten der Naturfoto-Szene (siehe Gruppenbild der Referenten links) die Klinke in die Hand. Naja - fast immer. Denn dieses Jahr stand auch ich auf der Bühne.

Klaus Echle und ich präsentierten den Nationalpark Schwarzwald sowie unsere Fotoprojekte der vergangenen Jahre, die uns zum großen Nationalpark-Projekt fotografisch zusammen führten - Fledermäuse, Bergfinken, Auerhühner. Klaus hatte eine, wie ich finde, sehr runde und knapp halbstündige Show programmiert. Wir waren uns aber beide etwas unsicher, wie diese vom sehr kritischen Lünener Publikum aufgenommen würde. Zumindest hatten wir großes Glück was den Programmablauf betraf, denn wir durften bereits am Samstagmorgen zum Eröffnungsvortrag antreten. Andernfalls wäre das restliche Wochenende wohl eine ziemliche Qual gewesen. Denn selbst einem alten Vortrags-Hasen wie Klaus war die Anspannung und Aufgeregtheit kurz vor dem Auftritt anzumerken und anzusehen. Aber glücklicherweise hat alles gut geklappt und wir haben uns sehr über das zahlreich entgegengebrachte Lob gefreut.

Insgesamt war es sowohl thematisch, als auch die unterschiedlichen Vortragsstile betreffend, ein recht vielfältiges Programm: es gab unterhaltende Vorträge und welche, die zum Nachdenken anregten. Bei manch einem Vortrag wurde nur gesprochen, andere warteten mit eine 45-minütigen Musiksequenz auf. Aber Vielfalt macht ja bekanntlich bunt. Alles in allem jedenfalls war es mal wieder ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Festival.

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