Go east - zwischen Oder und Elbe

Bildungsurlaub ist in Baden-Württemberg noch ein vergleichsweise junges Phänomen. Grund genug, ihn auch zu nutzen! Mich selbst führten die fünf Tage Extra-Urlaub in den äußersten Nordosten der Republik, nämlich in den Nationalpark Unteres Odertal. Mit dem Anbieter Forum Unna, unserer hervorragenden (Kanu-)Führerin Frauke Bennett und einer netten Gruppe aus 20 Mitreisenden durfte ich so ein paar schöne und lehrreiche Tage im kleinen verschlafenen Dörfchen Mescherin verbringen.

Da die Anfahrt aus Freiburg - trotz einiger Zwischenstationen - beträchtlich ist, entschloss ich mich, noch einige Urlaubstage dran zu hängen und in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf Entdeckungstour zu gehen. Neben intensivem Birdwatching (persönliche Highlights: Zitronenstelze und Zwergschnäpper), wollte ich auch und vor allem die Insektenwelt erkunden. Die Zeit Anfang Mai schien mir dafür ideal. Allerdings blieben die Sechs- und Achtbeiner dann doch etwas hinter den Erwartungen zurück. Ob es die höhere geographische Breite , die seit Wochen dort vorherrschende Trockenheit oder die niedrigen Temperaturen im Vorfeld meiner Reise waren, ließ sich für mich nicht abschließend klären. Wenn schon nicht in großen Mengen, so konnte ich immerhin einige spannende Krabbeltiere aufspüren.

Besonders abgesehen hatte ich es auf sandliebende Arten, denn Sand ist für mich das wichtigste Charakteristikum im Osten Deutschlands und etwas, das im Südwesten weitgehend fehlt. Doch gerade in den Sandbiotopen, die eigentlich von Insekten wimmeln sollten, war die Ausbeute vergleichsweise mau. Sollte ich mich in der Gegend irgendwann noch einmal entomologisch betätigen wollen, dann würde ich das wohl zwei oder drei Wochen später im Jahr machen.

Außer vom Nationalpark Unteres Odertal stammen die Bilder der nachfolgenden Galerie aus der Feldberger Seenplatte, dem Serrahn, und dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe bei Rühstädt.

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