Sommar in Schweden – Teil 1

Nachdem ich den letztjährigen Urlaub auf einer atlantischen Insel nahe

des Polarkreises verbracht habe, zog es mich auch dieses Jahr wieder

in den Norden: nach Schweden. Skandinavien stand schon seit geraumer

Zeit auf meiner Agenda und das Land der Seen und Wälder liegt

da auch im Wortsinne am nächsten. Nach rund 800 km auf der Straße

einmal quer durch Deutschland bis Travemünde und einer etwa 8-stündigen Fährüberfahrt nach Trelleborg ist das Ziel erreicht. Oder auch nicht.

Denn das Landesinnere Südschwedens unterscheidet sich nicht allzu groß von der Landschaft Mitteleuropas – zu dem es streng genommen und auf die Verbreitung der Rotbuche bezogen ja auch noch gehört. Zwar gibt es auch hier sicherlich schöne Ecken, besonders an der Ostseeküste, aber man merkt, dass sich dort das wirtschaftliche Leben des Landes abspielt, allzuviel Wildnis darf man nicht erwarten. Mein erster Halt galt schließlich dem Nationalpark Store Mosse,

ein einziges riesiges Hochmoor, das man auf Wanderwegen außen herum und auf Bohlenwegen zwischen durch bewundern kann. Aufgrund der flachen Topographie und der schier endlosen Weite sind Landschaftsbilder gar nicht so einfach umzusetzen. Aber es gibt immerhin noch eine Fülle von Details, denen man sich widmen kann. Generell waren meine fotografischen Ambitionen gar nicht unbedingt auf den Landschaftssektor ausgerichtet, sondern ich wollte mich einfach fotografisch treiben lassen, wollte gerade auch kleine und zum Teil eher unscheinbar wirkende Details im Bild festhalten. Dieses Vorhaben lässt sich natürlich auf einer Urlaubsreise - ohne zeitlichen Zwang und Stress - besonders gut umsetzen.

Auch das zweite Ziel war ein Nationalpark, genannt Tiveden. Auf einem vergleichsweise kleinen Gebiet von rund 1.400 Hektar kann man hier kleine und größere Seen und vor allem alte Kiefernwälder, die den oft blanken Granit besiedeln, bewundern. Mein Aufenthalt war geprägt von geradezu schottischem Wetter, kurze Regenschauer wechselten sich immer wieder mit sonnigen Abschnitten ab. Wenigstens wurde man so mit dem ein oder anderen Regenbogen belohnt. Wappentier des Parks ist der Dreizehenspecht, der hier seine südliche Arealgrenze in Skandinavien erreicht. Eine Sichtung dieses seltenen Spechtes blieb mir leider verwehrt. Immerhin gab es Elche. Aber statt sich von mir fotografieren zu lassen, liefen sie in der Dämmerung lieber plan- und ziellos vorm Auto herum. Vorsicht ist hier angebracht. Denn neben einem ausgewachsenen Elchbullen nimmt sich unser Rothirsch aus heimischen Gefilden geradezu winzig aus.

 

Die folgende Bildergalerie zeigt Impressionen aus den Nationalparks Store Mosse und Tiveden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Volker Nagel (Donnerstag, 22 September 2016 15:18)

    Bei Dir im Blog stöbern macht Spaß und inspiriert. Bin echt begeistert. LG Volker