Kurztrip nach Helgoland

Anlässlich der Mitgliederversammlung der GDT ergriffen Daniela, Torsten  und ich die Chance, die ohnehin weite Anfahrt noch etwas zu verlängern und Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland einen Kurzbesuch abzustatten. Man sollte nicht darauf hoffen, auf dem kleinen Eiland fotografisches Neuland zu beschreiten. Aber diesem Umstand ist man sich als Naturfotograf bereits im voraus bewusst. Stattdessen erwarten einen neben kauffreudigen Tagesgästen, Ornithologen und Naturfotografen eben auch die "indigenen" Bewohner, allen voran die klippenbewohnenden Seevögel sowie Kegelrobben und Seehunde.

Ganz besonders angetan haben es - nicht nur - uns, die Basstölpel. Diese großen, eleganten, überwiegend weiß befiederten Vögel bewohnen das oberste Stockwerk der roten Sandsteinklippen, oft direkt hinter den für Besucher vorgesehenen Absperrungen. Manchmal könnte man die Tiere fast mit Händen greifen. Was man natürlich aber nicht macht. Das Wetter spendierte uns am zweiten Tag sehr gute Bedingungen, das heißt leichter Nebel und eine frische Brise, die aber auf dem offenen Meer ohnehin fast ständig weht. Dank dieser Zutaten ließ sich der Hintergund passend zur Färbung der Vögel zum einen ebenfalls in dezentem Weiß halten, zum anderen dauern die Landemanöver der Tölpel bei Wind oft einige Sekunden, während denen sie quasi in der Luft stehen und sich langsam zum Nest absinken lassen. In dieser Zeit kann man relativ bequem und einfach Flugaufnahmen machen.

Etwas weniger Glück hatten wir mit den übrigen Gästen der Vogelwelt. Ein Schwarzbrauenalbatros, der sich seit geraumer Zeit immer wieder auf Helgoland aufhält, hat die Insel kurz vor unserer Ankunft verlassen und sie gleichsam mit unserer Abfahrt wieder aufgesucht. Pech. Auch andere um diese Zeit vereinzelt auftretende ornithologische Seltenheiten ließen sich leider nicht blicken. Ebenso wenig Limikolen, die man sonst auf der Nebeninsel Düne gut fotografieren kann. Nichtsdestotrotz war der kleine Kurztrip nach Helgoland durchaus lohnenswert!

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