Die Baronnies Provencales

Der Regionale Naturpark Baronnies Provençales befindet sich im Südosten Frankreichs und ist Teil der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Im Westen grenzt das Rhonetal an. Wenn man eine topographische Karte zu Rate zieht, dann könnte man auch sagen, dass die Baronnies Provençales der südwestliche Teil des Alpenbogens sind. Ob sie aber physisch tatsächlich zu den Alpen gehören, ist mir nicht bekannt. Den Status des Naturparks hat das Gebiet erst 2015 erlangt, ist also dementsprechend noch ein relativ junges Schutzgebiet.

Die Baronnies Provençales sind eine vergleichsweise wilde und gebirgige Gegend, wobei sich die höchsten Erhebungen auf rund 1.000 müNN befinden. Die Avifauna wartet mit den typischen südfranzösischenen Arten wir Provence-Grasmücke, Rothuhn, Gänsegeier, Blaumerle und vielen anderen auf. Aufgrund der im September weitgehend eingestellten Gesangsaktivität ist es aber schwierig, diese Vögel auch zu Gesicht, geschweige denn vor die Linse zu bekommen. Stattdessen aber kann die Region mit ihren landschaftlichen Reizen aufwarten. Charakteristisch sind die schroffen Felspartien aus Kalk, wobei Bäche und Flüsse oft steile Täler und Schluchten ins Gestein geschnitten haben. In nicht allzu weiter Entfernung tront zudem der 1.912 m hohe Mont Ventoux mit seinem schneeweißen Gipfel. Bekannt und berüchtigt ist dieser vor allem wegen der zahlreichen Bergankünfte im Rahmen der Tour de France. Enthomologisch vor allem aber sehr interessant wegen seiner reichen Heuschreckenfauna.

Eine Begegnung der anderen Art war mir in den Baronnies mit der Apulischen Tarantel vergönnt. Sie zählt zu den größten Spinnen Europas und lässt arachnophobisch veranlagte Menschen - mich inbegriffen - durchaus beeindruckt zurück.

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Kommentare: 1
  • #1

    Torsten (Dienstag, 31 Oktober 2017 22:14)

    Hey Joachim,
    das war wohl echt ein fotografisch erfolgreicher Urlaub. Das Bild der Empuse gefällt mir am besten. Die Gottesanbeterin in der Hunds-Rose ist echt knackiges Rätsel.
    LG
    T